Naked-Day / Hot-dressed-Day

Von Bianca: Etwas, dass mein Mann und ich vor einiger Zeit für uns eingeführt hatten, ist ein Naked-Day – also ein Tag an dem wir einfach mal weitestgehend komplett nackt bleiben. Da uns die Idee dazu an einem heißen Sommertag kam und dies im Winter etwas schwieriger umzusetzen ist, außer man ist ein Freund hoher Heizkosten, kamen wir später noch auf die Idee regelmäßig einen Hot-dressed-Day, als winterliches Ponton einzuführen.
An dieser Stelle möchte ich mal einen kurzen Erfahrungsbericht zu diesem Thema geben.
Wir lieben es beide uns einfach so zu geben wie die Natur uns erschaffen hat. Dieses Gefühl der Freiheit ist einfach wunderbar. Auch wenn wir beide leidenschaftliche Saunagänger sind, haben wir es jedoch nicht ganz so mit FKK. Bei uns daheim ist das jedoch etwas anderes! Sind wir für uns, lieben wir es einander nackt zu sehen. Es reizt uns immer wieder uns einfach mal so zu berühren. Nicht, dass es die Lust auf Sex steigert – nein, einfach Berührungen zwischendurch. Außerdem ist man viel intimer uns “verletzlicher“, wenn man sich nackt gegenüber steht. Wir haben in diesem Zustand schon erstaunlich gute, dazu besonders offene und ehrliche Gespräche geführt. Probiert so etwas ruhig mal aus! Es bringt einen auch wieder mehr zurück zum natürlichen, spirituellen. Wenn wir an solchen Tagen intim geworden sind, ging es auch vorzugsweise in eine romantische, sinnliche Richtung.
Wie gesagt, im Winter hat sich bei uns dann aus dieser Idee eine Gegenteilige entwickelt – eben der “Hot-dressed-Day“ – ein Tag, an dem wir uns besonders heiß für einander kleiden und dann so die ganze Zeit in unseren vier Wänden unterwegs sind, egal was wir machen – Putzen, Kochen, Büroarbeit, Zeitung lesen, Wäsche … Hier ist es so, dass wir uns entweder vom anderen ein Outfit wünschen dürfen, oder jeder versucht den Anderen mit etwas Besonderem, ggf. auch Neuem zu überraschen. In den Momenten kommt dann vor allem unsere Lack und Leder Garderobe zum Einsatz. Für mich hat es schon etwas, tagsüber in Strapsen, Overknee-Lackstiefeln, Ledermini oder Hotpants und Korsage durch die Wohnung zu stolzieren und seine hungrigen Blicke an mir zu spüren. Genauso liebe ich es aber auch, wenn er adrett gekleidet als mein Master oder wie der wilde Badboy am Mittagstisch erscheint und ich meine Mühe habe, mich aufs Essen zu konzentrieren, weil meine Gedanken immer wieder abschweifen – hin zum Nachtisch, den er mir bescheren wird.
Diese beiden Tage haben uns vor allem in der Pandemiezeit viel gegeben, gerade als man nicht viel unternehmen konnte. Ich kann diese jedem als eine einfach, preisgünstige Sache empfehlen, um Abwechslung in den Alltag zu bringen. Es ist eine wunderbare Sache die viel Lust macht, die einen wider neue Perspektiven eröffnet oder und das Eheleben würzt.