Die Nacht in einer anderen Welt

Dunst lag über dem Vorfeld des Kilimanjaro International Airports. Die Luft angereichert aus einer Mixtur von Gerüchen von Kerosin, Holzfeuer und exotischen Pflanzen. Er trat hinaus auf die Gangway, sog die Gerüche in sich auf, fühlte die Wärme der tropischen Nacht. Die Krawatte gelockert, den obersten Knopf seines weißen Pilotenhemdes geöffnet, ging er die Stufen zum Asphalt hinab, ließ den großen Airbus – seinen heiß-geliebten Arbeitsplatz – hinter sich. Zwei freie Tage erwarteten ihn. Tage die er nutzen wollte. Ihm stellte sich nur eine Frage, während er die tansanische Immigration und den Zoll passierte: wie würde er jetzt zur Unterkunft kommen?
Gerade als er aus dem Sicherheitsbereich des Flughafens kam, vernahm er eine weibliche Stimme rufen: „Hey Jack, Habari!!! Ja, du bist hier, Karibu!“ Aus den Gedanken gerissen, sah er eine junge Frau auf sich zugestürzt kommen. Sie fiel ihm um den Hals. „Karibu Jack!“, wiederholte sie. Die Dame war Jaira, eine alte Bekannte von ihm. Eine ehemalige Flugbegleiterin und junge tansanische Geschäftsfrau. „Mambo!“, lachte er. „Was für eine Überraschung! Du, hier. Ich werd‘ verrückt!“
Er hielt kurz inne, sortierte seine Gedanken. Sie hatte immer gesagt, er solle sie besuchen kommen, wenn es ihn mal auf einem Flug nach Tansania verschlägt, doch eigentlich lebte sie in Daressalam. Lediglich die Unterkunft, in der er übernachten wollte, gehörte ihr. Anscheinend war sie extra hergekommen, um ihn persönlich zu empfangen.
Sie gingen hinaus. Auf dem wenig beleuchteten Parkplatz, der durch die vorbei ziehenden Rauchschwaden der Holzfeuer der Einheimischen, etwas gespenstig wirkte, wartete ein Van mit Fahrer. Die abenteuerliche Fahrt dauerte eine Stunde. Soviel Jack schon in allen Ecken der Welt erlebt hatte, doch hier ging es wirklich verrückt zu. Kaputte Straßen, teilweise Schotterpiste, wilder Verkehr, Ochsen- und Eselkarren, unbeleuchtete Fahrzeuge, Bajajis, dunkle, schwarze Gestalten am Straßenrand – gern hätte er nach dem langen Flug etwas entspannt, doch hier passte er lieber auf, dass der Fahrer nichts übersah.
Nach einer Stunde Fahrt erreichten sie Sanya Juu, ein kleines Örtchen, auf halbem Wege vom Airport zur kenianischen Grenze. Ein Stück dahinter, inmitten der weiten tansanischen Grassavanne, befand sich die Lodge – das Ziel der Reise. Endlich da!
Da es gerade am Ende der kleinen Regenzeit zum Jahreswechsel war, war die Lodge für den offiziellen Besucherverkehr geschlossen. Eine Zeit die das Team von Jaira zur Instandhaltung, zu Reparaturen und Erweiterungen nutzte. Somit war er der einzige Gast auf der im Stile eines Massei-Dorfes gestalteten Lodge. Ohne sich seiner Uniform zu entledigen, ging es an die Bar im Restaurant – einem Bau mit Strohdach und offenen Seiten. Das obligatorische Willkommensbier – der Goldene Tropfen nach einer sicheren Landung – war Pflicht, bevor er müde ins Bett fiel.

Der nächste Morgen erwartete ihn mit mehr Sonne als für die Jahreszeit üblich. Doch die beiden magischen Berge, zwischen denen sich die Lodge befand, versteckten sich hinter Wolken. Weder der Kilimanjaro, noch der Mount Meru waren zu sehen. Dennoch genoss er den Blick über diese schier endlose Weite, diese wundervolle afrikanische Bilderbuchlandschaft. Nach dem Frühstück zeigte Jaira ihm die gesamte Lodge – ihr Lebenswerk. Sosehr Jack seinen Job liebte, von Zeit zu Zeit liebäugelte er mit dem Gedanken genau so etwas zu tun. Eine solche Lodge zu betreiben. Den Besuchern ein einzigartiger Gastgeber zu sein, mit all dem warmherzigen Spirit, den er in allen Teilen der Welt in sich aufgesogen hatte. Mit den Urlaubern nachts am Feuer sitzen, all die abgefahrenen Geschichten aus seinem Fliegerleben und aus fernen, noch exotischeren Ländern teilen. Familien mit dem Landcruiser herumfahren – all das an der Seite der richtigen Frau… Ja, so könnte er vielleicht über die Sucht des Fliegens hinweg kommen, dem Cockpit wie auch dem verrückten Jetset-Leben und anderen abgefahrenen Dingen irgendwann einmal good bye sagen.
Nach der Lodge-Besichtigung entführte sie ihn in einen nahegelegenen Wildlife Nationalpark. Vorbeiziehende Elefanten, Antilopen füttern, Giraffen streicheln, Selfis mit Zebras und Affen so wie das Posieren vor weißen Löwen für die Instagram-Gemeinde – ein atemberaubender Tag für ihn. Nicht nur das Steuern eines riesigen Fliegers liebte Jack an seinem Job, sondern auch genau das. Im Anschluss noch über den Markt von Sanya Juu ziehen, leckeren gegrillten Streetfood in der staubigen Mittagshitze genießen, dazu ein kaltes Serengeti-Bier. Menschen und das Leben beobachten, eintauchen in diese andere Welt – er liebte es einfach! Auf dem Rückweg all die Kinder in Schuluniformen, die ihnen zu winkten. Jaira sah Jack an, wie sehr er es genoss.
Mindestens genauso sehr genoss er den Nachmittag am Pool der Lodge. Einfach mal nichts tun, die Seele baumeln lassen, den Blick auf den Kilimanjaro auskosten, die leckeren frischen Fruchtsäfte dabei genießen. Das Aufladen des Akkus, der durch lange Nachtflüge, Jetlag und Jobstress oft am Rand des roten Bereiches war.
Am Abend erwartete Jaira ihn im Restaurant mit traditionellem Beef-Mishkaki und pikantem Pilau. Dazu kredenzte sie ihrem alten Bekannten einen wundervollen, vollmundigen Dodoma Rotwein. Ja, so ungefähr stellte sich Jack den Himmel vor. Er sprach mit der afrikanischen Schönheit über deren Land, das Business, die Lodge, während sie sich für seine Fliegergeschichten interessierte. Sie erzählten einander aus Leidenschaft. Sie philosophierten im Anschein der untergehenden afrikanischen Sonne. Auch diese tiefen Gespräche bei einem Glas Wein liebte Jack über alles. Sie indes war begeistert von seiner Erfahrung, seiner Begeisterung, seiner damit einhergehenden Ausstrahlung. Zugleich vernahm sie die Klänge der im Hintergrund laufenden Musik. Es lag in ihrer Natur sich dazu zu bewegen. So fing sie damit an, noch während sie mit ihm ins Gespräch vertieft war.
Inzwischen hatten die Angestellten die Lodge verlassen. Nur sie waren noch hier – allein und ungestört. Jaira nutzte den Moment, ging hinter den Tresen und drehte die Musik laut. Dieser Titel namens “Jealousy“ von Khalil Harrison & Tyler ICU, er riss sie jedes Mal mit. Mitten im Restaurant begann sie allein zu tanzen, ihre Hüften zu schwingen.
Grinsend leerte er sein Weinglas und begab sich zu ihr. Obwohl dies so gar nicht die Musik seiner Wahl war, tauchte er ein in den Moment, in den Rhythmus, in die Klänge. Die Blicke trafen sich. Ihre schwarzen Augen, ihr wundervolles Lächeln, dazu ihre schneeweißen Zähne. Noch faszinierender jedoch, wie sie sich zur Musik bewegte. Er tat es ihr nach, ließ sich einfach gehen, vom Beat führen. Keine Tanzschrittfolgen, die man können muss – nein, einfach dem Rhythmus folgen. Pure Lebensfreude, Leidenschaft … Sex in voll bekleideter Variante. Sie drehte sich herum, drückte ihren knackigen Hintern gegen seinen Schoss und massierte diesen mit unglaublichen Bewegungen. In kürzester Zeit war er so erregt, dass es schwerfiel sich weiterhin auf Musik wie auch Tanz zu konzentrieren. Die harte Stange in seiner Hose war auch ihr nicht entgangen. Er packte ihre langen, zu Micro-Braids geflochtenen Haare, hielt sie wie Zügel in der Hand, während er ihr zum Rhythmus Klapse auf den Hintern gab.
Jetzt war der Moment erreicht, an dem er sich nicht länger zurückhalten konnte, an dem das Feuer des Tanzes zum Inferno wurde. Jaira an den Schultern gepackt, drehte er sie herum und küsste sie. Es war ihm scheiß egal wie sie darauf reagieren würde! Er wollte sie – jetzt! Das afrikanische Leichtgewicht hochgehoben, drückte er sie rücklings gegen die nächste tragende Mittelsäule, während er ihr die Zunge in den Hals steckte. So wild küssend wie dieser Tanz, fielen sie übereinander her. Auf einmal brannten alle Sicherungen durch. Da war jede Menge aufgestaute Energie durch all das leidenschaftliche Tanzen.
Am liebsten hätte Jack sie jetzt gepackt, einfach aus dem Restaurant gezogen. Wäre mit ihr auf geradem Weg in sein Zimmer marschiert, hatte sie im hohen Bogen aufs Bett geworfen, ihr alle Kleider vom Leib gerissen und wäre über sie hergefallen, wie ein Löwe über seine Beute. Eben ganz so, wie es sonst sein Stil war. Er hätte sie am liebsten in alle drei Öffnungen hart durchgefickt, so wie er es sonst auch tat. Gern hätte er mit ihr all die versauten, abgefahrenen, bizarren Dinge angestellt, die er sonst tat … doch er wusste, dass sie deutlich konservativer war. Also: Plan B!
Am höchsten Punkt der Lodge gab es ein paar im Kreis verteilte Himmelbetten. In der Mitte hatten die Angestellten ein kleines Lagerfeuer entzündet. Jack schnappte eine herumstehende Musikbox, sowie weitere nützliche Utensilien, die er zuvor erspäht hatte, ergriff die Hand von Jaira und zog sie dahin. Die Musikbox mit passenden afrikanischen Klängen eingeschaltet, entzündete er die mitgebrachten Räucherstäbchen und verteilte diese um eines der Himmelbetten. Dann wand er sich Jaira zu. Rasch befreite er sie von ihren Sachen und warf sie anschließend – jedoch verhältnismäßig sanft – auf die Liegefläche des Himmelbettes.
„Asante Sana für den Tag“, bedankte er sich. „Ich möchte mich mit einer Massage bei dir revanchieren. Lass mich dich in eine andere Welt entführen“, fuhr er mit sehr ruhiger Stimme fort. „Ah ndio. Sehr gerne“, willigte sie ein und legte sich nackt auf das Bett. Indes entledigte auch er sich seiner Kleidung. Das wundervoll duftende Macadamia-Nussöl auf ihrer dunkelbraunen, glatten Haut verteilt, schloss er die Augen. Voll und ganz tauchte er ein in die Klänge von Panflöten, afrikanischen Buschtrommeln und eines ihm unbekannten Zupfinstruments. Von jenen Klängen geleitet, ließ er seine warmen Hände über ihre weiche Haut gleiten. Trotz der geschlossenen Augen sah und fühlte er das flackernde Lagerfeuer. Tief sog er den Geruch der Räucherstäbchen auf – Sandelholz – es machte ihn beinah high. Direkt vor ihm erstreckte sich der, mittlerer Weile wolkenfreie Gipfel des Mount Kilimanjaro. Das Licht des aufgehenden vollen Mondes wurde vom Schnee auf dem Gipfel reflektiert. Ein leichtes warmes Lüftchen streifte sie wie ein Seidentuch. Es war der perfekte Moment – wie in einem exotischen Märchen.
Völlig in diesen Moment versunken massierte er ihre Schultern, ihren Nacken, ihre Arme, ihren Rücken, ihren wundervollen, knackig runden Po, ihre Beine und zarten Füße. Dabei strich er ihr von Zeit zu Zeit sachte mit den Fingernägeln über die eine oder andere Stelle. Jedes Mal ging ein wohliger Schauer durch ihren Körper. Gelegentlich bescherten ihr seine Berührungen Gänsehaut.
Auch Jaira war komplett in diesen Moment eingetaucht, ließ sich von seinen Händen verwöhnen und auf diese unglaublich sinnliche Reise entführen. Nie zuvor hatte sie etwas derart Gefühlvolles, Schönes erlebt. Sie musste zugeben, dass er echt Talent, Geschmack, Feingefühl und Wissen besaß.
Nach einer gefühlten Ewigkeit bat er sie, sich herumzudrehen. Jetzt auf dem Rücken liegend, glitten seine Hände abermals über ihre Arme und Schultern, dann über ihren Busen. Diesen streichelte er sehr umfangreich. Dabei wanderten seine Finger immer mal wieder über ihre Axeln, Seiten und Hüften. Immer mehr kribbelnde Schauer erfassten sie. Nach einem kurzen Ausflug die Beine hinab ging es an den Innenseiten ihrer Schenkel wieder hinauf. Allein das bescherte ihr einen erneuten Lustschauer. Seine Berührungen luden sie dermaßen auf – wo sollte das noch hinführen? Es war eine ganz besondere Energie, einzigartige Vibes die diese Hände aussendeten. Als er schließlich über ihre Leisten strich, überkam sie plötzlich ein derart intensiver Lustschauer, dass sie leise aufstöhnte.
Langsam näherten sich seine Hände ihrem Lustzentrum. Noch einmal goss er eine gute Menge Öl auf ihre Haut, um es sogleich auf ihrem Venushügel zu verstreichen. Weiter ging die Reise seiner Finger zwischen ihre Schenkel, die sie voller Erwartung von selbst spreizte. „Gib dich ganz meinen Händen hin“, flüsterte er. „Lass dich mitnehmen auf die Reise, fühl die Energie, spüre die Lust! Lass dich völlig gehen und du wirst Dimensionen erleben, die du noch nicht kennst.“ Bei den Worten berührten seine Finger sanft den heiligsten Bereich ihres Körpers. Dabei sah er, wie sie seiner warmen Stimme folgte und sich absolut entspannte, sich ganz fallen ließ. Erst zart, dann immer intensiver, massierte er ihre äußeren Schamlippen. Weiter ging es mit den Inneren.
Jaira hatte noch nie zuvor eine solche Massage erhalten. Die Gefühle, die sie dabei empfand, waren einfach überwältigend. Unglaublich angenehm und Lust-steigernd. Sie atmete ruhig und tief, gab dabei so etwas wie zaghaftes Stöhnen von sich, um ihm zu signalisieren, wie sehr es ihr gefiel.
Er lauschte ihrer Stimme, ließ sich davon leiten, wusste genau, was er tat, denn diese Massagen waren eine seiner Leidenschaften. Ein wundervoller Ausgleich zur oft stressig, anspruchsvollen Arbeit im Cockpit. Es war eine Art Meditation – ganz besonders heute Nacht hier draußen unter dem afrikanischen Himmelszelt.
Jedes Mal, wenn ihre Stimme lauter wurde, zogen sich seine warmen Hände wieder ein Stück zurück. Schließlich drangen seine Finger aber doch endlich in ihr Innerstes ein. Gefühlvoll massierte er der Uhr folgend die Innenseiten ihrer Yoni. Indes widmeten sich die Finger seiner anderen Hand ihrer Perle. Immer wieder unterbrach er kurz, streichelte dann ihren Busen, strich mit den Fingern über ihre Innenschenkel, Seiten, Hüften und Leisten. Dabei konnte er beobachten, wie es all die Energiezentren im ganzen Körper aktivierte. All die Energie strich er in Richtung ihrer Mitte, damit sie sich dort versammeln konnte. Dazu tanzte er selber regelrecht – bewegte sich neben ihr kniend zur Musik. Seine Finger in ihrem Inneren waren mittlerer Weile bei ihrem G-Punkt angekommen. Ihr Stöhnen wurde lauter und lustvoller. „Fühl dich völlig frei, lass dich davon tragen!“ hauchte er nebenbei.
Langsam aber sicher trieb sie das Spiel, welches er mit ihr vollführte, in den Wahnsinn. Vor allem das Hin und Her, die kurzen Pausen, die ihr Verlangen ungemein anheizten. In der Tat fühlte sie Energien, die sie noch nicht kannte. Er trug sie mit seinen Händen regelrecht davon – in eine andere Dimension. Besonders seit dem er seine Finger immer tiefer in sie schob, die Oberdecke ihrer Scheide immer intensiver stimulierte, bis hinauf zu ihrem Zervix. Die andere Hand fest auf ihren Schamhügel gedrückt, dabei einen Finger a ihrem Kitzler … es raubte ihr total den Verstand, was er da tat. Ihr gesamter Körper bewegte sich unkontrolliert in lustvollen Wellen, wie ein Ozean im Antlitz eines aufziehenden Hurrikans. All die zusammengerufenen Energien versammelten sich da, wo ihre Schenkel sich trafen, bereit sich in einem Gewitter ungekannten Ausmaßes zu entladen. Solang es ging, versuchte er mit geschlossenen Augen, nur anhand von hören und fühlen, ihre Spannung kurz vorm Zenit der Lust zu halten. Eines ums andere Mal brachte er sie an den Rand der Eskalation, um dann sofort wieder etwas abzustoppen. Wäre sie nicht längst derartig in Trance, würde sie um Erlösung betteln als, wenn es kein Morgen gäbe.
Nach einem Dutzend Wellenkämmen ließ er sie schließlich gewähren. Ließ sie auf einer dieser Wellen hinein surfen in den Hafen des Höhepunktes. Völlig angespannt, zitternd, zuckend, bebend begann sich das tropische Orgasmus-Gewitter zu entladen. Ihr stöhnen, ihre leidenschaftlichen Lustschreie hallten hinaus in die afrikanische Nacht. Ob man diese wohl noch auf dem Gipfel des Kilimanjaro wahrnehmen konnte?
Ihr Zustand schien nicht enden zu wollen. Ein orgasmisches Elmsfeuer wie eine Catatumbo-Gewitter-Nacht. Ein Schauspiel, das Minuten dauerte und immer noch anhielt, als er sich längst aus ihrem Intimbereich zurückgezogen hatte. Lediglich eine Hand verweilte zwischen ihren Brüsten und die Finger der anderen auf ihrer Stirn. Dabei sah er, wie sie im abebbden Feuerwerks zu weinen begann.
„Alles gut, das ist normal. Lass es zu, genieße es!“ flüsterte er und strich ihr dabei über die Wangen. Immer noch zitternd, öffnete sie langsam ihre Augen. Mehr als das Weiße im Schein des Feuers konnte er nicht erkennen. Sie wirkte völlig fertig, total neben der Spur. Sanft streichelte er ihr übers Haar. „Karibu tena – willkommen zurück!“
Total fasziniert lag Jaira da, sah ihn einfach nur an, sammelte sich, verarbeitete die erlebten Emotionen, die sie noch nicht kannte. Sie ergriff eines seiner Hände, hielt diese ganz fest. Nie zuvor hatte sie sich so tiefenentspannt gefühlt. So losgelöst von allem!
Für einem Moment legte er sich zu ihr, nahm sie fest in den Arm. Nur allzu gut wusste er selbst, dass es genau das war, was man nach solch einem Vulkanausbruch brauchte – die Geborgenheit, die Nähe, das Spüren der anderen Person. Von Zeit zu Zeit zuckte sie immer noch.
Die Nacht war so wundervoll. Dieses endlose Firmament über ihnen, mit Millionen von Sternen, so klar, so hell. Die leichte Brise, die Gerüche. Nach einiger Zeit setzte er sich wieder. Im Schneidersitz, mit Blick zum Kibo, ließ er all das auf sich wirken. Er liebte sein Leben, seinen Job, das Reisen, Momente wie diese. Auch wenn es immer wieder Tiefschläge gab in seinem Leben – der letzte sehr große war noch nicht lang her – er genoss das Dasein. Solche Stunden waren der Antrieb dafür.
Plötzlich spürte er ein warmes Hände-Paar über seine Schultern streichen. Jaira war wieder zu sich gekommen, kniete nun hinter ihm, streichelte seinen Rücken. Jetzt ging ihm ein sagenhafter Schauer durch den Körper. Ihre Berührungen sendeten ein unglaublich wohltuendes Kribbeln aus. Was für ein wunderschöner Moment. Ihre Arme um seine Schultern gelegt liebkoste sie ihn, dankbar für das, was er ihr gegeben hatte. Sanft strichen ihre Finger über seine festen Brustmuskeln. Sie wanderten weiter hinab zu seinem Bauch, beglückten auch seine Seiten, wanderten langsam, aber zielstrebig hin zu seinem Lustzentrum.
Hier, weit weg vom Alltagsstress, von negativen Emotionen der Vergangenheit, befreit vom Leistungsdruck, ragte seine Männlichkeit eisern in die Höhe, als wolle sie auf ein bestimmtes Sternbild am Himmelszelt hinweisen. Jaira ergriff das herrliche Stück von ihm. Zu den gemächlichen Rhythmen der Trommeln bewegte sie Ihre Hände entlang seines Schaftes auf und nieder. Dabei küsste sie seinen Nacken, seinen Hals, seine Schultern. Völlig ins Hier und Jetzt versunken, ging er mit ihren Bewegungen mit. Es glich einem afrikanischen Stammestanz in Zeitlupe. Er fühlte ihre kleinen, festen Brüste an seinem Rücken, ihre Zunge auf seiner Haut. Dazu ihre Finger, die sein Glied so emsig bespielten, beinahe wie ein Musikinstrument. In dem Moment ging es nicht mehr darum, ans Ziel zu kommen, einen Höhepunkt zu haben – obgleich dieser nicht mehr weit war. Für Jack war es Genuss pur. Sinnlich, tandrisch, spirituell. Etwas, das er häufig sehr vermisste. Eine tiefe Verbundenheit mit magischen Vibes voller positiver Energie – auf einer anderen Ebene, in einer anderen Welt.

(Copyright by André)

Anmerkung des Autors: Diese Geschichte taucht zu einem kleinen Teil bereits im Buch „Leidenschaftliche Höhenflüge“ auf (sie wird in der Geschichte „Eine Nacht im Paradies“ erwähnt) und ist ein Bonus zum Buch, da sie auf Grund meiner Afrika-Reise erst nach dem erscheinen des Buches in Gänze fertig geworden ist. Allerdings hat die Reise einen Großteil des Inhalts der Geschichte geliefert. 😉

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