Vor einiger Zeit hatte ich bereits das vorangegangene Kapitel: “Zehn Argumente für Analsex“ auf dieser Seite gepostet. Daraufhin hatten wir einige interessante E-Mails, Diskussionen, Gespräche usw. Vor allem auch mit anderen Frauen, die diese Anregung sehr interessant fanden. Manche hat es gar animiert daraufhin das Ganze erstmals zu probieren, was durchaus mein Ziel war.
Ich habe mich zudem viel darüber unterhalten, dass ich Analsex auch aktiv, sprich mittels eines Strap-on praktiziere. Also sogenanntes „Pegging“. Und und schon öfters bekam ich die Anregung mal etwas dazu zu schreiben.
Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich im letzten Statement auch erwähnt, dass ich für Po-Sex Männer bevorzuge, die selbst passive Analerfahrung haben. Um genau zu sein hatte ich erst einmal einen Mann, der diese Voraussetzung nicht erfüllte und es war deutlich schlechter. Warum? Nun, Männer, die dieser Erfahrung selbst gemacht haben, können damit viel besser umgehen, vor allem zu Beginn. Sie sind einfühlsamer, wissen wie es besonders gut ist und finden es – soweit ich weiß – noch erregender.
Ich möchte mit diesem Statement zum Pegging bzw. Strap-on-Sex allen Männern und Frauen Mut machen, es einmal zu probieren! Oder besser noch: mehr als einmal. Es bringt beiden enorm viel! So möchte ich als erstes Mal damit beginnen, die Punkte aufzuführen, warum man es probieren sollte, beziehungsweise was gut daran ist.
- Abwechslung: Es ist Abwechslung und frischer Wind in einer Partnerschaft, besonders wenn man schon länger zusammen ist. Gerade weil es auch etwas ist, was wohl die wenigsten zusammen ausprobieren oder gar regelmäßig machen.
- Besonders intim: Nichts ist wohl intimer, als Pegging miteinander auszuprobieren. Es schweißt einen noch mehr zusammen. Außerdem ist es meist ein besonderes gemeinsames Geheimnis beider, da die wenigsten (vor allem Männer) nach außer darüber sprechen.
- Etwas “Verbotenes“, Besonderes, Versautes: Mal ehrlich, wer würde es nicht als etwas “Verbotenes“ und unheimlich Versautes betrachten, wenn eine Frau ihren Mann mit einem Strapon in den Arsch fickt? Dies hat einen ganz besonderen Reiz.
- Der geheime Wunsch: Liebe Damen, heißt es nicht immer, die Männer würden uns Frauen nie ihre geheimsten Sexfantasien verraten. Vielleicht, weil dies eine davon ist und es den meisten Männern sehr peinlich wäre dies zu erzählen. Soweit ich von meinem eigenen Mann und vielen Diskussionen im Forum erfahren habe, wünschen es sich die meisten Männer insgeheim. Zumindest all die, die schon mal das Gefühl von analer Stimulierung erfahren haben. Ja und der Rest … dem sollte man dies auch einfach mal näher bringen! Glaubt mir: die Frau, die einem Mann diesen geheimen Wunsch erfüllt wird bei ihm zur absoluten Sexgöttin werden!! Traut euch. Ich verrate euch später noch einen guten Weg.
- Empathie: Kaum etwas ist besser in einer Beziehung als sich in den Anderen hinein versetzen zu können. Und das kann man natürlich am besten, wenn man beim Sex einfach mal die Rollen tauscht. Die Frau legt sich einen Strap-on (Vorbindepenis) an und der Mann übernimmt die Rolle der Frau, in dem er sich von ihr durchnehmen lässt. Nur da er keine Vagina hat halt anal. Zudem wird man den Partner / die Partnerin so von einer ganz neuen, anderen Seite kennenlernen.
- Rollentausch – Punkt für die Frau: Jetzt könnt ihr mal Mann sein! Könnt euch mal so fühlen wie ein Kerl, der euch sonst fickt. Es hat ein unglaublich mächtiges, herrschendes Gefühl. Und ihr „seht“ es mal buchstäblich aus den Augen eines Mannes. Gerade wenn ihr es von hinten also Doggystyle treibt. Diesen optischen Faktor hat man so als Frau nie und man kann sofort nachempfinden, warum es Männer so gern von hinten machen. Glaubt mir Mädels, es ist einfach saugeil zu sehen wie der Mann unterwürfig vor euch kniet und ihr ihm den umgebundenen Strap-on in den Arsch steckt, um ihn schön durchzuvögeln, bis er um Gnade winselt. … Und wenn ihr ihn so einmal richtig durchfickt, frisst er euch danach ganz anders aus der Hand. Ihr werdet aber auch merken, dass die Männer beim Sex doch so einiges an Arbeit verrichten müssen, um uns glücklich zu machen. So einen Schwanz zu führen, ihn als eine Art Instrument oder Werkzeug zu benutzen, um den Anderen damit glücklich zu machen, im Optimalfall sogar zum Höhepunkt zu bringen, ist gar nicht so einfach!
- Rollentausch – Punkt für den Mann: Jetzt dürft ihr mal Frau sein, liebe Männer. Ihr dürft euch mal entspannen, die Frau machen lassen. Ihr könnt euch fallen lassen, euch ganz ihr ausliefern, einmal eure Lieblingsstellung aus ihrer Position und Blickweise empfinden. Habt den Mut, streckt ihr euren Po entgegen, nehmt sie tief in euch auf, genießt es, wenn sie euch an den Hüften packt und ihr Becken gegen eure Arschbacken klatscht. Oder doch erstmal etwas einfühlsamer? Genießt es wie sie auf euch liegt, umklammert sie innig, tankt ihre Bewegungen. Natürlich werdet ihr auch einmal merken, wie es ist, wenn man in den Arsch gefickt wird, wie es sich anfühlt so einen großen, prallen Schwanz ins enge Hintertürchen zu bekommen – wie es angenehm ist und wie nicht.
- Der männliche G-Punkt: Mädels, nicht nur wir haben so etwas, sondern die Männer ebenfalls. Genannt Prostata! Und wenn ihr damit richtig umgeht, kann der Mann einen Hammer-Höhepunkt erleben. Jede Frau, die dieses männliche Organ richtig stimuliert wird bei ihm ewig einen Platz auf dem Thron bekommen! Ob einfach durch Streicheln oder Druck auf dem Damm, oder gar von innen. Wer sich schon mal getraut hat, einen Mann beim Handjob oder Blowjob in dessen Arsch zu fingern, der wird gemerkt haben, wie er abgehen kann. Nun wenn ihr euren Mann, Freund, Partner, Kerl mit einem Strapon fickt, wird das für ihn noch viel intensiver. Vielleicht schafft ihr es sogar, dass er dabei kommt – unter Umständen sogar, ohne dass er oder du sein bestes Stück berührt.
- Der Orgasmus: Der männliche Orgasmus wird durch anale Stimulation, Penetration sowie / oder Prostata Stimulation deutlich heftiger. Mein Mann sagt: Der Orgasmus ist um 50 bis 100 % gesteigert! Wen reizt das nicht: Einen Höhepunkt der so gut und heftig ist wie 2 gleichzeitig. Auch kann dieser damit deutlich länger ausfallen. Hinzu kommt: Es gibt dabei fast schon eine Orgasmus-Garantie! Mein Mann und ich greifen manchmal einfach dann zu der Option Pegging, wenn er gern noch mal will und nicht mehr kann, oder wenn es aus irgendeinem Grund bei ihm mal mit einer Erektion oder dem Höhepunkt nicht so recht klappen will. Daher liegt bei uns der Strapon nie weit weg. Ich binde ihn mir schnell um und los geht’s. … Dann erlöse ich ihn auf diese besondere Weise. Es hat erst einmal nicht funktioniert, doch da war einfach zu viel Alkohol im Spiel.
- BDSM: Es ist eine gute Option in dem Bereich und eignet sich wunderbar für BDSM-Spiele. Ist der Mann der Devote und die Frau die Dominante, kann sie ihn wunderbar fesseln und dann “anal vergewaltigen“. Mit meinem Mann praktiziere ich Pegging oft im Zusammenhang mit einer SM-Session.
Und noch etwas mehr zu dem Thema findet ihr in unserem Buch „Die Hintertür zur Ekstase„.
Viel Spaß beim Ausprobieren und schreibt uns gern per Mail eure Erfahrungen!
Abschließend noch ein Kommentar von unserer Gastautorin Blue_eye786 zu dem Thema:
„Mich hat es übelst Überwindung gekostet aber dann war’s geil und das kann man jetzt auf Strap-on sowie Anal bei mir selbst beziehen. Es ist hammermässig diese Möglichkeit zu haben und es zu mögen. Die Vielfalt steigert es. Anal mit und ohne Strap-on. Mich versetzt es in einer Art Rausch würde ich fast sagen. Oder eben Ekstase! Generell hätte mir kein besseres Sexleben vorstellen können, als mit diesen neuen „Entdeckungen“. Ich sehe es eher als Freude on top für den Mann. Ihm den besten Orgasmus zu ermöglichen/geben/bescheren.“
