Eines der häufigsten Fragen, die wir Autoren von Lord for Passion gestellt bekommen – ob persönlich, in E-Mails oder z.B. auf Instagram – ist die Frage: Was von den Geschichten ist wahr? Oft auch in Verbindung mit der Frage: Wie entstehen diese Geschichten? Worauf basieren diese? Sind es reine Fantasien von uns Schreibenden?
Nun, die erste Frage ist relativ leicht zu beantworten: Jede Geschichte – ob in unseren Büchern oder in den Kurzgeschichten auf dieser Seite – hat einen wahren Anteil. Es ist nur die Frage, wie hoch dieser ist. Es können einerseits persönliche Erfahrungen der Autoren sein, die in kleinen Dosen wie ein Gewürz an einem leckeren Essen mit eingeflossen sind, damit es besonders authentisch schmeckt. Andererseits können es reale Begebenheiten sein, die ein wenig abgewandelt wurden, um daraus abgerundete Geschichten zu machen. Man könnte also sagen, das Verhältnis aus realen Begebenheiten zu Fantasie bewegt sich immer irgendwo zwischen 10 und 90 Prozent. In den meisten Fällen ist es annähernd ein guter 50/50 Mix. Hierzu ist allerdings noch eine wichtige Anmerkung einzubringen. Reele Erlebnisse werden aus gutem Grund nie eins zu eins abgebildet, sondern immer so abgewandelt, dass andere involvierte Personen geschützt sind. Niemand, den man in einem Club, auf einer Party oder bei einem Date begegnet, möchte sich schließlich unfreiwillig in einer unserer Geschichten wiederfinden. Auch die Handlungen sind dahingehend angepasst. Oftmals ist es auch nicht ein einzelnes Erlebnis, das Pate für eine Geschichte steht, sondern es ist der Mix aus mehreren.
Die zweite Frage, wie unsere Geschichten entstehen, muss etwas ausführlicher beantwortet werden. Die Inspiration zu einer Geschichte kann zum einen durch ein reelles Erlebnis kommen, welches einfach guter Stoff für eine Story war. Oder es sind Gedanken, die sich über den Tag in den Kopf schleichen. Manchmal inspiriert durch eine simple Alltagsbegebenheit, eine Filmszene, ein Lied, ein entstandenes Gefühl oder eine Sehnsucht. Bei mir ganz persönlich, sind es sehr häufig Lieder, die mir einen inspirierenden Grundstein liefern. Bei unseren Büchern hingegen ist es wiederum ganz anders. Da reifen die Ideen über eine längere Zeit. Man feilt mitunter über Monate am roten Faden. Auch der eigentliche Plot der Handlung wird eher zielgerichtet konstruiert, wie ein Gebäude von einem Architekten. Nur einzelne Abschnitte werden wirklich aus dem Bauch heraus geschrieben, von Gefühl und Fantasie geleitet. Die Kurzgeschichten hingegen entstehen fast ausschließlich nach Gefühl und aus dem Bauch heraus. Die eigentliche Handlung gestaltet sich oft erst beim Schreiben, wenn man so richtig im Flow ist. So kommt es auch vor, dass man völlig Feuer und Flamme ist, eine Geschichte beginnt, in kürzester Zeit einen großen Teil in die Tastatur klimpert und dann, ganz plötzlich ist der Faden weg. Manchmal bleibt solch eine Geschichte dann über Monate liegen, bis man entweder zu neuer Inspiration kommt und sich der Flow fortsetzt oder man die Handlung gezielt zu Ende konstruiert, um fertig zu werden. Meist hilft auch der Austausch mit anderen Autoren, um neue Inspiration zu erlangen.
Wie auf unserer Startseite in den einleitenden Worten allerdings schon gesagt, ist die Nutzung von KI wie ChatGPT für uns dabei keine Option. Schreiben ist ein menschliches Werk, ist das zu Papier bringen von Gedanken und Gefühlen, welches durch Technik nicht übernommen werden soll, kann und darf!