Nein, dies ist kein Filmpärchen aus einem Disney Streifen. Dies sind zwei sehr interessante Sexualpraktiken, die einen weiblichen Orgasmus besonderer Qualität bewirken können. Und darüber möchte ich heute sprechen.
Beginnen wir mit: Kunyaza! Dies ist eine traditionell in Ruanda angewandte Methode, von der ich zum ersten Mal auf einer Reise durch das Nachbarland Tansania gehört habe. Hierbei geht es darum, dass der Mann sein bestes Stück beim Sex aus der Vulva der Frau zieht und dann mit diesem rhythmisch auf ihre Schamlippen und den Kitzler schlägt. Dabei steigert er nach und nach Geschwindigkeit und Intensität. Das ganze erhöht zum einen die Durchblutung der Region, wird aber auch als sehr Lust steigernd empfunden, habe ich von den Partnerinnen gehört, mit denen ich dies selbst probiert habe. Gerade wenn es einmal richtig wild, feurig und leidenschaftlich zur Sache geht, ist dies eine ausgezeichnete Unterbrechung der Penetration – sozusagen auch das Entertainment in seiner Verschnaufpause. Für die, die dem ganzen vielleicht noch etwas skeptisch gegenüber stehen: man kann sich ja auch langsam und sachte da herantasten und er muss nicht gleich mit seinem Glied versuchen „den Nagel in die Wand zu schlagen“.
Wenn Sie so richtig auf den Geschmack gekommen ist, kann Sie sich während seiner Penetration oder Ihrer Masturbation natürlich auch selbst mit den Fingern auf den Bereich klopfen.
BDSM: gerade in diesem Bereich habe ich selbiges schon öfters statt mit dem Penis mit einer Gerte gemacht – mit äußerst Lust steigernder Wirkung für Sie, was ich vorher selbst nie vermutet hätte. Die meisten mögen bei dem Gedanken vielleicht erst einmal zurück, Schrecken oder gar gedanklich aufschreien, doch es ist wie immer: Die Dosis macht das Gift! Es geht zaghaft ebenso wie heftig. Doch mit dem Schlag vorn an der Gerte rhythmisch auf ihre Schamlippen klopfen und ggf. auch auf den Kitzler kann Sie regelrecht in den Wahnsinn treiben und am Ende (genau wie wenn man den Penis statt der Gerte nimmt) für einen besonders heftigen Orgasmus bei ihr sorgen. Mitunter sogar in Verbindung mit Squirten, wie in einem anderen Artikel auf dieser Seite beschrieben. Erst recht, wenn man es auch noch mit der zweiten Sexualpraktik kombiniert …
Edging oder auch Tease and Denial (kurz T&D) ist, wie der Name schon sagt, das anfüttern und verweigern, das an die Kante treiben – in dem Fall an die Kante eines Höhepunktes, ohne diesen zuzulassen. Für Frauen ist es oft eine Sache, die Sie absolut verrückt macht, wenn man Sie an einen Orgasmus heranführt und dann wieder abbricht bzw. pausiert. Wiederholt man das Spiel einige Male, baut sich so viel Spannung auf, dass der Höhepunkt – wenn er dann zugelassen wird – besonders intensiv ist. Das ganze kann man eben wie gesagt gut mit der Kunyaza Technik kombinieren. Besonders gut lässt es sich umsetzen, wenn man Sie mit Fingern, Zunge oder Toy bespielt. Noch bekannter ist das ganze natürlich aus dem BDSM Bereich als eine Art der Lustfolter. Speziell in diesem Bereich wird das Spiel auch gern mal andersherum angewandt: sprich bei Ihm. Gerade im Rahmen weiblicher-Dominanz-Spiele. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: vor allem bei Männern kann ein wiederholtes Abbrechen vor einem Höhepunkt zu Frustration führen und eine Erektion für einige Zeit zunichtemachen oder gar Schmerzen verursachen. Was ich jedoch definitiv, auch aus eigener Erfahrung sagen kann, ist: wenn Sie oder Er (ggf. auch selbst) es schafft, Ihn ganz kurz vor einem losbrechenden Orgasmus zu halten, einige Zeit in diesem Gefühl der sich quasi auftürmenden Welle zu halten, ergibt das für Ihn einen irren Höhepunkt. Es ist sinnbildlich betrachte das Reiten auf einer Welle – so lang wie möglich, bevor diese bricht. Da eine außenstehende Person natürlich nicht merkt, was Er gerade fühlt, ist es extrem schwer Ihn in diesem Schwebezustand zu halten. Dazu gehört schon ein sehr gutes Lesen von Körpersprache oder gute Kommunikation.
Ob im BDSM Bereich oder einfach nur beim Sex, eins kann man jedoch allgemein festhalten: je schneller eine Person zum Höhepunkt zu bringen ist, desto mehr Sinn ergibt diese Praktik. Bei denen, die lange brauchen oder nur sehr schwer bis gar nicht kommen, ist es eher vergebene Mühe – selbstredend.
Das Tease and Denial Spiel ist jedoch nicht nur auf den reinen Akt oder den BDSM Bereich beschränkt. Man kann es schon weit vorher beginnen. Theoretisch bereits beim Flirten – ja Frauen wissen das genau – und weiter übers Verführen bis hin zum Vorspiel.
Also viel Spaß beim Ausprobieren bzw. Anwenden.