Na, hast du Bock?
Auf diese Frage kann ich mittlerer Weile mit: JA antworten.
Nämlich einen Strafbock … ein sehr reizvolles „Möbelstück“ aus dem BDSM Bereich, aber auch darüber hinaus etwas, womit man viel Vergnügen haben kann.
Da mein Mann und ich uns diesen Sommer einen zugelegt haben, dachte ich mir, ich greife dieses Thema einmal auf.
Es gibt ja viele verschiedene Arten von Böcken und Benches, angefangen beim Klassiker, der sehr stark an einen Springbock / „Pferd“ aus dem Schulsport erinnert – zumindest wenn man in den 1980/90ern die Schule besucht hat, oder gar davor. Hier beugt man sich einfach darüber und kann maximal Hände und Füße an den Beinen fixieren. Eine andere Variante ist quasi ein leicht schräg stehender Kasten, über den man sich beugen kann und auf einer Seite am Boden die Füße sowie auf der anderen Seite die Hände fixieren kann – ähnlich zum klassischen Bock. Darüber hinaus hat man hier aber in der Regel noch einen Riemen, um den Oberkörper zu fixieren. Auch ein ganz nettes Ding.
Dann gibt es noch einen Längst-Bock. Der erinnert ein bisschen an einen Sägebock. Über diesen beugt man sich nicht quer, sondern legt sich quasi längst darauf, mit etwas tiefer an den Seiten angeordneten Schienen für Arme und Beine. Diese Variante fand ich stets sehr reizvoll, da er irgendwie etwas Bequemes hat, für denjenigen, der darauf Platz nimmt. Nun werden die ersten Dom’s Einspruch erheben: bei einem Strafbock geht es nicht darum, dass er für die Person, die drauf ist, bequem ist. Ich persönlich finde: doch auch das hat etwas. Aber diese Variante schränkt die Möglichkeiten, was man mit der Person darauf anstellen kann, etwas ein, da man zu weniger Zonen des Körpers Zugang hat. Obwohl es aus meiner Sicht auch wieder etwas haben kann, dass Frau beim darauf liegen die Möglichkeit hat, recht gut ihren Schamhügel an dem Längstbalken zu reiben, auf dem man liegt.
Es gibt natürlich auch noch Spanking-Benches (Strafbänke) auf denen man einfach nur Flach liegt – auch welche bei denen das Becken und damit der Po erhöht liegt, aber auch diese finde ich eher langweilig, da man hier nicht viel machen kann.
Mein persönlicher Favorit ist ein Bock, auf dem man quasi im Doggystyle Platz nimmt, meist mit etwas gespreizten Beinen. In der Regel hat solch ein Bock viel mehr Fixier-Punkte. Häufig einen für die Handgelenke, manchmal noch für die Oberarme, dazu einen kräftigen Riemen zum festschnallen des Oberkörpers, einen Riemen für jeden Oberschenkel, einen weiteren für die Waden und zudem noch Ösen zum Einhängen von Fußfesseln. Mit anderen Worten: hier drauf ist man komplett festgezurrt. Da ist schon die Festschnall-Prozedur ein reizvolles Vorspiel. Ich fühle mich da besonders „geborgen“ und kann mich noch besser fallen lassen und völlig hingeben. Es hat für mich einen besonderen Reiz derart ausgeliefert zu sein. Und wenn ich hin und wieder einmal in die dominante Rolle Schlüpfe, mag ich es natürlich, wenn mein Gegenüber derart wehrlos ist. Ein weiterer Vorteil von diesem Bock ist es, dass er nicht nur dafür geeignet ist, die darauf fixierte Person zu bestrafen, sondern sie auch perfekt verwöhnen zu können. Mein Mann kann mich auf diesem Bock wunderbar von hinten ficken, fingern, lecken oder anderweitig bespielen. Ein Plug im Hintern und ein Magic Want an meiner Perle, bis ich beim wiederholten Kommen den Fußboden voll squirte.

Tja und für die, die sich einen solchen Bock nicht leisten können – derartige „Möbelstücke“ sind schon recht teuer und im IKEA nicht von der Stange erhältlich; oder die, denen das handwerkliche Geschick fehlt, sich solch ein Ding selber zusammenzuzimmern; oder die, die wegen Kindern im Haushalt sich ein derartiges Accessoire leider nicht in die Wohnung stellen können … was gibt es da für Möglichkeiten?
Nun es gibt z.B. entsprechende Kissen, die man gut getarnt in der Wohnung unterbringen kann, die preiswert und easy online zu bekommen sind. Man kann diese aufblasen oder ausklappen und sich fast genauso darauf platzieren wie auf manchem Strafbock. Viele haben bereits entsprechende Bänder zum Festgurten dran oder Ösen um etwas einzuhängen, bzw. ein Seil durch zu ziehen. Dennoch rangieren sie in etwa auf dem Level „Kindergeburtstag“ und reihen sich eher in die Liga von Seidenschal und Plüschhandschellen ein, als in echtes BDSM Equipment. Doch lieber das als gar nichts. Alternativ tut es natürlich auch eine Schuhbank, die so manch einer besitzt. Oder zusammensteckbare Metallgerüste, die auf mich aber eher unbequem und nur bedingt praktisch wirken.
Ihr könnt uns aber gern mal an unsre Mail (siehe Impressum) schreiben, was ihr benutzt, wo ihr es herhabt und wie ihr es ggf. vor Kindern im Haushalt tarnt / versteckt – mich würde das sehr interessieren.
Am Ende dieses kleinen Artikels möchte ich noch kurz darauf eingehen, welche Kleidungsstücke ich, wie auch mein Mann bei Spielen auf dem Strafbock bevorzugen. Nackt geht natürlich immer, aber das ist ja langweilig. Der Klassiker ist natürlich ein weiter Minirock à la Schulmädchen. Der kann zum Spanking leicht angehoben oder hochgeschlagen werden. Immer wieder nett für beide. Kann auch er mal tragen, by the way. Eine ideale Alternative, gerade auch für Männer: Hotpants mit Reißverschluss am Hintern. Auf knackige Shorts zu spanken hat was oder ist auch etwas für die, die eher Schläge auf Rücken und Schultern anstatt auf den Po mögen. Ähnlich gut sind auch Röcke / Minis mit einem Reißverschluss hinten. Doch mein absolutes Highlight hier für heiße Spanking-Spiele und feuriges Vergnügen auf dem Strafbock ist ein „Spanking Skirt“ … ein Po-freier Rock. Optisch der Brüller und äußerst praktisch, egal ob fürs Hintern-versohlen oder um im Doggy uneingeschränkten Zugang zu den Öffnungen zu haben. Wie sieht es bei euch aus? Was habt ihr, was mögt ihr – schreibt es uns gern mal in einer Mail. Wir freuen uns immer wieder auf regen Austausch.
Und in einem der nächsten Berichte, werde ich mich vermutlich mal mit den verschiedenen Schlagwerkzeugen, deren Handhabung und Gefühl befassen.
